Übersicht 2011
Einlass und Biergarten ab 20 Uhr. Die Filme beginnen bei Einbruch der Dunkelheit (gegen 22 Uhr). Eintritt 8 Euro.
Auch in diesem Jahr gibt es Möglichkeiten zur Vorbestellung: Entweder direkt auf dieser Seite (Links unter den Filmbeschreibungen) oder ab dem 20. Juni jeweils von 17 bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 06236-8109.
- 22.06.2011: Lang lebe Ned Devine!
- 23.06.2011: Der fliegende Händler
- 24.06.2011: Eine wahre Geschichte – The Straight Story
- 25.06.2011: Die Bienenhüterin
- 26.06.2011: Kleine Tricks
- 27.06.2011: Ein Sommer in New York
- 28.06.2011: Birdwatchers
- 29.06.2011: Lovesong for Bobby Long
- 30.06.2011: Renn wenn du kannst
- 01.07.2011: Der Dieb des Lichts
- 02.07.2011: Frühling im Herbst
- Mittwoch, 22. Juni
-
Lang lebe Ned Devine!
von Kirk Jones, mit Ian Bannen, David Kelly und Fionnula Flanagan, Großbritannien/Irland 1998, 91 min
Tullymore ist ein verschlafenes Fischerdorf irgendwo am Rande der »Isle of Man«. Eines Tages schlägt bei einem der 52 Einwohner das Glück in Form eines Lottogewinns ein. Die beiden in die Jahre gekommenen Freunde Jacki und Michael haben durch eine Zeitungsnotiz erfahren, dass der Gewinner aus ihrem Dorf kommen muss. Sie bemühen sich, den »Glückspilz« ausfindig zu machen, um rechtzeitig »Freundschaft« mit ihm zu schließen und so das Glück bzw. das Geld mit ihm zu teilen.Nach einigen missglückten Versuchen stellt sich jedoch heraus, dass der Gewinner – der alte Ned Devine – längst tot ist: gestorben vor dem Fernseher, den Lottoschein noch in der Hand, wurde er »von den Kugeln aus dem Leben geworfen«. Nachdem Jacki und Michael hinter dieses Geheimnis gekommen sind, beschließt Jacki, sich als Ned Devine auszugeben, um das Geld von der Lottogesellschaft abzukassieren. Doch der Lottobote kommt früher als erwartet, und so muss plötzlich der schrullige Michael unfreiwillig Ned Devine spielen …
»Weltweit versucht man sie zu kultivieren, aber richtig blüht sie nur im britischen Kino – die Komödie mit kleinem Budget, aber großer Wirkung!« ARD-Tagesthemen
Passend zum irischen Ambiente in verführerischem Cinemascope gedreht, ist dieser Film von ausgesuchter Wärme und Herzlichkeit ein idealer Auftakt zum Sommerkino Kohlhof 2011!
Links
- Donnerstag, 23. Juni
-
Der fliegende Händler
von Eric Guirado, Frankreich 2007, 96 min
Antoines Vater liegt nach einem Herzinfarkt im Krankenhaus und kann mit seinem rollenden Tante-Emma-Laden nicht mehr die Dorfbewohner der Umgebung mit Lebensmitteln versorgen. Auf Bitten seiner Mutter und aus Geldnot übernimmt nun Antoine widerwillig diese Aufgabe. Dafür kehrt er zurück in das Dorf seiner Kindheit und das Haus seiner Eltern, das er im Streit vor vielen Jahren verlassen hat.Begleitet wird er von seiner besten Freundin Claire, die schnell Gefallen an der wunderbaren Umgebung und dem ländlichen Leben findet. Ihrem Charme und ihrer kindlichen Freude an der Natur erliegen nicht nur die kauzigen Dorfbewohner und die eigensinnigen Kunden des Vaters. Auch Antoine findet durch sie das Land seiner Kindheit wieder und in Claire vielleicht auch die Liebe …
»Eine Komödie mit Tiefgang. Angerichtet ist sie mit einer großen Portion frischem Humor, einem kräftigen Schuss Menschlichkeit und einer Auswahl erstklassiger Schauspieler. Nicht jeden Tag bekommt man solch ausgezeichnete Feinkost vorgesetzt.« Paris Match
»Ein einfacher, einfach schöner, ein sympathischer und dabei so wohltuend lebenskluger Film!« Süddeutsche Zeitung
Links
- Freitag, 24. Juni
-
Eine wahre Geschichte – The Straight Story
von David Lynch, Frankreich/USA 1999, 111 min
Der 73-jährige Alvin Straight kann wegen seiner schlechten Augen und diverser Knochenleiden kein Auto mehr fahren. Und Geld für lange Reisen hat er schon gar nicht. Was er sich jedoch in den Kopf gesetzt hat, gibt er nicht mehr auf. Dazu gehört, dass er seinen entfernt lebenden, todkranken Bruder Lyle besuchen will, den er aufgrund eines Streites seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Bereit, Stolz und Ärger zu vergessen, will Alvin endlich Frieden schließen.Alvins erster Reiseversuch scheitert kläglich. Doch dann macht er sich mit seinem motorisierten Rasenmäher auf den Weg. Mit 8,5 Kilometern pro Stunde legt er Hunderte von Meilen durch den mittleren Westen der USA zurück, um zu seinem Bruder zu gelangen. Diese Reise wird zu einem langen Abenteuer voller denkwürdiger Begegnungen und Entdeckungen …
»[David Lynchs schönster Film] ist einer jener Filme, auf die das Kino lange Jahre hingearbeitet hat. Das cineastische Kunstwerk auf das es sich zu warten gelohnt hat.« Georg Seeßlen, epd film
»Es ist unmöglich, nicht von diesem Film ergriffen zu sein.« Spiegel
Links
- Samstag, 25. Juni
-
Die Bienenhüterin
von Gina Prince-Bythewood, mit Dakota Fanning, Queen Latifah, Jennifer Hudson, Sophie Okonedo und Alicia Keys, USA 2008, 108 min
Seit dem Tod ihrer Mutter lebt die 14-jährige Lily bei ihrem gewalttätigen Proletenvater T. Ray. Mit ihrer einzigen Freundin, der schwarzen Rosaleen flieht Lily eines Tages von der Farm.Die beiden Mädchen kommen in einer anderen Stadt im Haushalt der farbigen Boatwright-Schwestern unter. Mit ihrer Bienenzucht haben sich die Frauen um Matriarchin August eine Existenz aufgebaut. Schnell findet Lily in den Schwestern die Familie, die sie sich immer erträumt hat. Doch nicht alle Menschen sehen es gern, dass ein weißes Mädchen bei den Boatwrights lebt …
»Grandios besetztes Kino der großen Emotionen – basierend auf dem sensationellen Bestseller von Sue Monk Kidd. Frauenpower geballt: Queen Latifah, Dakota Fanning, Oscar-Gewinnerin Jennifer Hudson und R&B-Superstar Alicia Keys begeistern mit außergewöhnlichen Leistungen und einem sehr berührenden Film.« Kino.de
»Weise, liebevoll und dennoch jenseits aller Klischees.« Hamburger Abendblatt
Links
- Sonntag, 26. Juni
-
Kleine Tricks
von Andrzej Jakimowski, Polen 2007, 96 min
Stefek lebt in einer etwas heruntergekommenen Provinzgrubenstadt. Er ist ein aufgeweckter Siebenjähriger, der sich nicht damit abfinden will, ohne den Vater, der mit einer anderen Frau durchgebrannt ist, aufzuwachsen. Er will das Schicksal selbst beeinflussen, so, wie es ihm seine volljährige Schwester, die erfolglos auf Jobsuche ist, gezeigt hat: Indem er Groschen auf die Bahngleise wirft. Auf diese Weise will er einen Geschäftsmann, den er täglich beim Umsteigen beobachtet, einen Tag im Ort festhalten, auf dass dieser seiner Mutter begegnet …»›Kleine Tricks‹ erzählt davon, wie schön und einfach das Leben sein kann, wenn man die richtige Einstellung hat. Und er tut dies so heiter und entspannt wie kein anderer Film in diesem Sommer.« Spiegel
»So viel Sonne. Geradezu durchflutet scheint dieser Film von Sonne, es wird einem so was von warm darin. Mit ›Kleine Tricks‹ ist dem 45-jährigen Regisseur ein Werk gelungen, wie es so makellos nur alle paar Jahre im Kino zu sehen ist.« Der Tagesspiegel
»Ein poetisches Juwel: Authentisch, spontan und einzigartig!« Variety
Links
- Montag, 27. Juni
-
Ein Sommer in New York
von Thomas McCarthy, USA 2002, 108 min
Walter Vale, einst brillanter Wirtschaftsprofessor, lässt sich nach dem Tod seiner Frau ziellos durchs Leben treiben. Für einen Vortrag muss er nach New York und trifft dort in seiner alten Wohnung ein junges, afrikanisches Pärchen.Tarek und Zainab sind Opfer eines Immobilienbetrugs geworden, sie haben keinen anderen Ort zum Wohnen. Walter gestattet ihnen zu bleiben. Zwischen ihm und Tarek entwickelt sich eine Freundschaft, der junge Syrer bringt dem alten Professor das Trommeln bei. Die wilden Rhythmen erwecken Walters verlorengegangene Lebensfreude.
Doch bei einer Fahrkartenkontrolle fliegt auf, dass Tarek illegal in den USA ist, und er wird verhaftet. Ihm droht die Abschiebung. Zusammen mit Tareks verwitweter Mutter Mouna kämpft Walter für die Freilassung seines neuen Freundes …
»Ein wunderbarer Film, eine Liebeserklärung an New York und ein Plädoyer für die Lebendigkeit der Metropole. Ein Glücksgriff des US-Independentkinos!« 1 Live
Links
- Dienstag, 28. Juni
-
Birdwatchers
von Marco Bechis, Brasilien 2008, 103 min, OmU
Die weißen Großgrundbesitzer im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul führen ein komfortables Leben. Der Anbau von genveränderten Pflanzen auf ihren gewaltigen Feldern ist nicht die einzige Einnahmequelle, auch »Birdwatching«-Touren für Touristen sind im Angebot. Die für diese Touren als Foto-Attraktion engagierten Guarani-Kaiowa Indianer fristen dagegen ein klägliches Leben in ihren Reservaten abseits der fruchtbaren Plantagen, vertrieben von dem Land, das einmal ihnen gehörte. Und es ist dieses perspektivlose Dasein, das die Revolution eines Stammes auslöst …»›Birdwatchers‹ lässt einen zurück mit der Frage, was Freiheit bedeutet, wie viel Freiheit möglich ist in einer Welt, in der unvereinbare Rechte und Träume konkurrieren.« Süddeutsche Zeitung
»Das Ergebnis ist von beeindruckender Intensität, bei der die Sprache, die Gesten und die Natürlichkeit der Guarani ihre eigene Poesie entfalten. Bechis erzählt das Drama eines verlorenen Volkes, dessen Vorstellungen von Heimat und Gemeinschaft nicht in Reservaten einzugrenzen sind, mit einer so selbstverständlichen Meisterschaft, dass man zumindest einen Film lang die Perspektive der Birdwatchers zu verlassen glaubt.« Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Eine Reise ins Herz des Regenwalds in Brasilien und ins Innere der Natur. Unvergesslich.« Frankfurter Rundschau
Links
- Mittwoch, 29. Juni
-
Lovesong für Bobby Long
von Shainee Gabel, mit John Travolta, Scarlett Johansson und Gabriel Macht, USA 2004, 119 min
Ewig ist es her, dass die 17-jährige Purslane Hominy Will in ihrer Heimatstadt New Orleans war. Doch nun ist ihre Mutter verstorben. Bei der fälligen Rückkehr verpasst »Pursy« erst um einen Tag die Beerdigung, dann muss sie auch noch feststellen, dass der alte Familiensitz inzwischen eine Bruchbude ist. Darin hausen zu allem Überfluss der abgetakelte Literaturprofessor Bobby Long und sein Assistent Lawson Pines, denen Mama zwei Drittel des Hauses vererbt hat. Widerwillig fügt sich Pursy mit den saufenden Hobby-Philosophen in eine schräge WG – und lüftet bald einige bitter-süße Geheimnisse ihrer Vergangenheit.»Mehr als fünf Jahre kämpfte Regisseurin Shainee Gabel für die Realisierung ihres ersten Kinofilms, und es ist genau dieses Herzblut, das man ihrem Film von der ersten bis zur letzten Einstellung anmerkt. Überaus poetisch und einfühlsam erzählt sie eine ebenso eigen- wie einzigartige Familiengeschichte. Gleichzeitig ist ›Lovesong für Bobby Long‹ großes Schauspielerkino: John Travolta brilliert in der Rolle des Bobby Long und Shooting-Star Scarlett Johansson wurde für ihre Rolle mit einer GOLDEN-GLOBE-Nominierung als Beste Darstellerin ausgezeichnet.« Filmdienst
Links
- Donnerstag, 30. Juni
-
Renn, wenn Du kannst
von Dietrich Brüggemann, mit Robert Gwisdek, Jacob Matschenz und Anna Brüggemann, Deutschland 2010, 112 min
Benjamin sitzt im Rollstuhl. Er ist intelligent, witzig und verzweifelt. Die Liebe kommt für Ben nicht in Frage, das erklärt er zumindest seinem neuen Zivi Christian. Christian nimmt das Leben leicht: Er wird ein halbes Jahr bei Ben bleiben und dann seiner Wege gehen. Annika studiert Cello, doch das Musikstudium und der gnadenlose Zwang zu Perfektion lasten schwer auf ihr.Die drei werden Freunde. Zu dritt erschaffen sie sich eine eigene Welt aus Sehnsucht und Phantasie. Dann verlieben sie sich, denn natürlich wollen beide Jungs mehr von Annika als nur Freundschaft. Annika kann sich nicht entscheiden – sie mag Christian und seine Verspieltheit, aber die stärkere Verbindung hat sie eigentlich zu Ben …
»Der deutsche Film hat also noch Kraft, Kräfte für ein solches Debüt, auch wenn es natürlich nicht Filme wie ›Renn, wenn du kannst‹ sind, die das System am Laufen halten, sondern ›Männerherzen‹ und ›Zweiohrküken‹ und was es sonst an Leinwand-Popcorn gibt. Dennoch tut es gut zu sehen, dass immer wieder etwas nachwächst aus den Talentschmieden, dass die Ideen noch nicht ganz abgeschliffen und die Formate noch nicht ganz fernsehgerecht sind.« FAZ
»›Renn, wenn du kannst‹ ist ein hochromantischer Film. Schon lange hat man keinen so unbefangenen Film über die Freiheit gesehen und das Glück, Grenzen einfach umzurennen.« Frankfurter Rundschau
»›Renn, wenn du kannst‹ ist ein sehr guter Film. Und nicht zuletzt ist es ein Film, der die Latte für Filme mit querschnittgelähmten Protagonisten so hoch legt, dass es nun wieder eine Weile dauern wird, bis sich ein anderer Regisseur an das Thema heranwagt.« taz
Links
- Freitag, 1. Juli
-
Der Dieb des Lichts
von Aktan Arym Kubat, Kirgisien 2010, 80 min
Ein kleines Dorf in den Weiten Kirgisiens liebt einen Mann – nicht irgendeinen Mann, sondern den örtlichen Elektriker Svet-Ake, den man überall nur den »Herrn Licht« nennt. Der vierfache Vater hat ein offenes Ohr – für den Herzschmerz der Dorfbewohner, ihren Ehefrust und ihre Lebenslust, doch vor allem für ihre Stromrechnung.Und das ist gut so, denn die Stromkosten in dem kleinen Dorf klettern in astronomische Höhen. Kaum kann sich noch jemand das Licht im Dunkel leisten, geschweige denn sich sonst irgendwie über Wasser halten. Und so lässt Svet-Ake die Stromzähler der Nachbarn auch schon mal rückwärts laufen – bis er mit dem Gesetz in Konflikt gerät und schließlich seinen Elektriker-Posten verliert.
Aber Herr Licht hält fest an einer kühnen Vision, die das Dorf aus der Misere führen und für zukünftige Generationen lebenswert machen soll: einen riesigen Windpark will er bauen.
Doch die Unabhängigkeit hat ihren Preis. Um den Windpark realisieren zu können, muss sich Svet-Ake mit dem neuen Bürgermeister arrangieren, der mit einem windigen Investor unter einer Decke steckt und dem es mehr um das eigene, als um das Wohl der Dorfbewohner geht.
»Nach dem mehrfach preisgekrönten ›Beshkempir‹ bringt Regisseur Aktan Arym Kubat erneut Licht und Luft der kirgisischen Landschaften zum Tanzen. Aus einem fernen Land im politischen Umbruch kommt eine so lebensmutige wie bewegende Geschichte, die in ihrer betörenden Bilderkraft und ihrem feinsinnigen Humor einzigartig ist.« Neue Visionen
»Wie man die Menschen einbettet in die bestechend schöne Landschaft und dennoch die Last der Geschichte abwägt, führt Kubat beispielhaft und in atemraubenden Landschaftsaufnahmen vor. Dabei atmet ›Der Dieb des Lichts‹ einen Einfallsreichtum und eine enorme inszenatorische Freiheit.« Neue Zürcher Zeitung
Links
- Samstag, 2. Juli
-
Frühling im Herbst
von Vladimír Michálek, Tschechien 2001, 97 min
Er ist fast 80 und noch sehr lebendig. Gemeinsam mit seinem alten Theaterkollegen Ed probt er jeden Tag neue fantastische Alltagsrollen: Mal tritt der arme Pensionär als steinreicher amerikanischer Opernstar auf und lässt sich von Immobilienhaien verwöhnen, mal spielt er mit Ed Fahrkartenkontrolleur, um jungen Frauen einen Kuss zu stehlen. Doch als Fandas Gattin Emílie entnervt die Scheidung einreicht und sein Freund Ed schwer erkrankt, wird Fandas heitere Lebensphilosophie auf die Probe gestellt.»Ein Plädoyer für die Schönheit des Alters, für Lebensfreude und dafür, sich nicht vom Leben unterkriegen zu lassen.« Schnitt
Links